Trafohaus//Lehre

Trafohaus//Lehre

Hochschuldidaktik Sachsen

Transkript

Zurück zur Episode

00:00:08: Liebe Zuhörer, liebe Zuhörer, herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Podcasts Trafohaus Lehre.

00:00:14: Es ist die vorletzte im Jahr zwei Tausendfünfundzwanzig.

00:00:18: Das kann ich schon mal versprechen oder spoilern.

00:00:21: Und ich freue mich sehr, Michael Sommer und Daniel Winkler zu begrüßen.

00:00:24: Hallo ihr zwei.

00:00:26: Hallo, vielen Dank für die Einladung.

00:00:27: Hallo.

00:00:28: Dankeschön.

00:00:29: Ich freue mich, mit den beiden zu reden, weil es eine erste Folge ist, mal mit zwei unserer hochschuldidaktischen Referenten im Netzwerk der Hochschuldidaktik Sachsen, wo es auch nicht um ein spezifisches Thema geht, außer dass sie in diesem Netzwerk arbeiten, was ja schon ein spezifisches Thema ist, aber es waren schon ein paar HD Referenten da, die dann mit mir über Scholarship of Academic Development gesprochen haben oder KI.

00:00:58: Aber diesmal reden wir darüber, wie es eigentlich ist, in so einem Netzwerk für ein ganzes Bundesland irgendwie da zu sein, aber auch für eine Hochschule spezifisch.

00:01:09: Ich freue mich sehr auf das Gespräch.

00:01:11: Ich werde die Vorstellung der beiden auch sehr kurz halten und eigentlich nur die schöne Anekdote weitererzählen, die Sie mir im Vorgespräch erzählt haben, nämlich dass Daniel Winkler an der TU Dresden studiert hat und jetzt HD-Referent an der Hochschule Zittau Görlitz ist und dass Michael Sommer an der Hochschule Zittau Görlitz studiert hat und jetzt HD-Referent an der TU Dresden ist.

00:01:34: wie ihre eigene Lernbiografie und ihre Bildungsbiografie vielleicht auch ihren Job beeinflussen.

00:01:39: Da kommen wir vielleicht auch im Laufe des Podcasts noch drauf.

00:01:42: Bevor wir damit richtig starten und in dieses Thema tief eintauchen werden, die übliche Frage zum Warmwerden.

00:01:50: Was macht denn eigentlich gute Hochschullehrer für dich aus, Michael?

00:01:54: Aus meiner Sicht ist gute Hochschullehrer vor allem Kommunikation.

00:02:00: Denn ich glaube, um gute Lernprozesse bei Studierendenanregungen zu können braucht es ein stabiles Fundament.

00:02:08: und das ist eine tragfähige Beziehung zwischen der Lehrperson und den Studierenden.

00:02:12: und die schaffe ich nur durch guten Beziehungsaufbau, durch gute Kommunikation.

00:02:16: und ich merke es auch daran, wenn Lehrpersonen mit Beratungsanliegen auf mich zukommen, dann sind das meistens kommunikative Probleme, Konflikte mit Studierenden nicht verstanden werden.

00:02:27: und ja, ich glaube es ist die Kommunikation.

00:02:30: Daniel, wie sieht das für dich aus?

00:02:32: Was macht für dich gute Hochschullehrer aus?

00:02:33: Du lährst ja nebenbei auch noch, ne?

00:02:35: Also du hast, bist HD-Referent und bist in der Lehre.

00:02:38: Das heißt, du kannst jetzt überlegen, mit welcher Brille du die Frage beantwortest.

00:02:43: Ich setze mal die Brille des HD-Referenten auf.

00:02:46: Ich möchte auch bei Michael gerne anknüpfen.

00:02:48: Stichwort Stabilität finde ich hier ganz passend.

00:02:51: Natürlich eine große, großartige Frage, Claudia gleich zu Beginn.

00:02:55: Und ich würde gern dafür ein Gleichnis nutzen, um meine Tatspektive auf gute Hochschullehrervite zu geben.

00:03:01: Und das Gleichnis ist das Fahrrad in Bewegung.

00:03:03: Also für mich ist es gute Hochschullehrer wie ein Fahrrad in Bewegung.

00:03:06: Fahrrad, das kennen wir alle.

00:03:08: Dabei spielt hier Wissen eine große Rolle.

00:03:10: Wissen gibt hier die Stabilität.

00:03:11: Das ist der Fahrradrahmen.

00:03:14: Ohne den funktioniert es nicht.

00:03:15: Wir haben Denken und Handeln.

00:03:17: Das sind die zwei Räder, die in Bewegung bleiben, die auch gleichermaßen greifen müssen.

00:03:22: Ganz wichtig, wir brauchen irgendwo auch Motivation, das ist der Antrieb, ohne dass funktioniert die Dynamik, letzten Endes auch gar nicht.

00:03:30: Und das, was auch unsere Rolle mit sehr stark beeinflusst, die Lehrperson, was macht die, die ist dabei eigentlich das anzuschieben, das System in Bewegung zu halten, vielleicht auch zu stabilisieren und die erste Orientierung zu geben.

00:03:43: Also ich denke so in Richtung, vielleicht sind es die Stützräder zu Beginn, Vielleicht ist später einfach eine Karte, vielleicht ist auch das GBS, um in Richtung Digitalisierung zu denken.

00:03:53: Und dieses, was wir aber brauchen, dieses Tränen, das Panansieren, das letzten Endes ist entscheiden.

00:03:59: Das müssen die Studierenden oder die Lernen auch dann selbst machen.

00:04:03: Also kurzum, gut Hochschullehrer ist für mich, Lernräume so zu gestalten, dass die Studierenden irgendwie selbstwirksam werden können, dass sie Verantwortung übernehmen können, dass sie auch mal ausprobieren, vielleicht auch scheitern.

00:04:14: Das Fahrrad kann auch einfach mal umkippen.

00:04:17: Die sollen neu denken, kritisch hinterfragen.

00:04:19: Und unsere große Ziel ist dann letzten Endes, dass sie dabei lernen, irgendwie die Eignisstrecke auch fahren zu können.

00:04:25: Das ist eine gute Hochschullehrung für mich.

00:04:28: Als Gleichnis mit dem Fahrrad in Bewegung.

00:04:30: Okay, Michael lacht und ich frage mich gerade, was ist die Hochschuldidaktik in dem ganzen Bild?

00:04:35: Sind wir die Klingel oder die Gangschaltung oder der Gepäckträger?

00:04:40: oder

00:04:41: wo sind

00:04:41: wir?

00:04:41: Vor allem kommt hier total Daniels Expertise, nämlich die Ingenieurpädagogik, durch.

00:04:47: das finde ich total super.

00:04:49: Ja, schön zu hören, aber Claudia, du hast recht.

00:04:51: Ja, was sind wir?

00:04:52: Ich habe lange überlegt, sind wir vielleicht die Mechanikerinnen?

00:04:55: Im Hintergrund, ja, die auch ölen und vielleicht auch das Wissen haben, wie wir ein Reifen wechselt, was auch immer.

00:05:03: Vielleicht sind wir aber auch die Räume gestalten, die Werkstatträume gestalten.

00:05:08: Das ist total schwierig.

00:05:09: Ein Klingel finde ich total gut, vielleicht auch der Reflektor, dass wir irgendwie mit Licht auf eine Reflexion kommen.

00:05:16: Also super, ihr merkt, dass es gleich funktioniert.

00:05:19: Da können wir gerne tiefer reingehen.

00:05:21: Wir werden mal weiter daran denken und wenn Isabel, unsere liebe geschätzte Kollegin aus der Medienproduktion, diese Folge hört, dann wird sie vielleicht auch schon irgendwie noch weiter denken, wie man das irgendwo gut nutzen kann für andere Sachen, um der Hochschullehrer manchmal auch ein anderes Bild zu geben.

00:05:38: Die Stiftung Innovation in der Hochschullehrer, bevor es die gab, hatte ja auch mal diesgleichen ist mit der Pusteblume und der guten Lehrer.

00:05:44: Das musste ich jetzt auch gleich daran denken.

00:05:49: Wie geht das weiter?

00:05:49: Wie tragen wir es weiter?

00:05:51: Überall,

00:05:51: das wollen wir jetzt gar nicht reden, sondern danke für eure Antworten.

00:05:54: Das wird mit Sicherheit auch den weiteren Dialog hier noch beeinflussen.

00:05:59: Wie schon angekündigt, ihr seid beide Hochschuldidaktikreferenten im Netzwerk der HDS.

00:06:03: Dies Netzwerk gibt es jetzt seit zwei Tausend zwanzig, glaube ich, seit ihr beide in dieses Netzwerk eingestiegen.

00:06:10: Der eine ist an der Hochschule Citagirlitz, der andere an der TU Dresden.

00:06:14: Beschreib doch mal euren Arbeitsalltag, weil ich bin tatsächlich gespannt, ob wir in den nächsten zwanzig Minuten so ein bisschen rausarbeiten.

00:06:21: Wo ist da was gemeinsam?

00:06:23: Wo ist das unterschiedlich?

00:06:25: Und was sind so die Kernaufgaben?

00:06:28: Wir sind es am Ende vielleicht doch die gleichen, auch wenn der eine an einer Hochschule mit zwei Standorten in der Grenzregion ist und der andere an der großen TU mit, ich weiß gar nicht, wie viel... Arbeitsbereichen, Lehrenden oder Studiengänge, ihrs Michael an der TU Dresden so zu tun habt.

00:06:45: Aber ich würde Daniel jetzt mal bitten zu starten.

00:06:47: Wie ist denn das, wie ist denn dein Arbeitsalltag in Zittau und Gerditz?

00:06:51: Ich spanne ja gerade einen großen Bogen, verleibt sich klar, ja über den Michael in Dresden.

00:06:56: Zu mir, ich bin heute gerade an dem Standort Zittau.

00:07:00: Arbeitsalltag.

00:07:01: Also für uns Referenten sowieso sehr abwechslungsreich, würde ich sagen.

00:07:05: Und vielleicht an der HSZG auch noch ein Stück mehr.

00:07:09: Die Arbeit im Sachsenweiden verbunden macht das ganze spannend.

00:07:12: Ich selber als Referent fühle mich sehr nah an den Lehrenden, sehr nah an Studiengängen auch in Gremien.

00:07:20: Ein großer Teil meiner Arbeit ist das Plan, das Leiten von hochschuldidaktischen Weiterbildungsformaten, von Lehrlernplanung, Prüfungsformaten.

00:07:28: Großes Thema gerade bei uns Lernportfolios.

00:07:31: Im nächsten Sommersemester findet der Basis Groß-Hochschuldidaktik statt wieder bei uns an der HSZG.

00:07:37: Das sind so die Kerne, die Kernaufgaben, die wir jetzt haben.

00:07:41: Da gibt es noch weiteres Schwerpunkt.

00:07:43: Die Curriculum-Entwicklung fällt mir an,

00:07:44: etc.,

00:07:45: etc.

00:07:46: Was macht das jetzt mit der Hochschule hier?

00:07:50: Also ich glaube, bevor Michael gleich seinen Antwort gibt, ich glaube, wir sind beide da sehr excellent unterwegs.

00:07:58: Das sage ich absichtlich so, halt nur auf unterschiedliche Weise.

00:08:01: Die TU vielleicht mit ihrer Größe, mit einer gewissen Spezialisierung.

00:08:06: Ich schätze die HSZ geht da sehr beweglich, agil an, vielleicht auch eine andere Nähe dann, wie eine TU möglich ist.

00:08:15: Und das macht aber auch die Zusammenarbeit im Verbund so wertvoll.

00:08:18: Also diese Unterschiedlichkeit sehe ich da hier nicht als Gegensatz, sondern als stärker um Sachsenweiten verbunden.

00:08:24: Und da war die TU gerade nur ein Beispiel.

00:08:27: Also das ganz kurz, jetzt bin ich gespannt, was Michael ... für seinen Alltag hier und da gibt.

00:08:32: Genau,

00:08:32: Michael, wie ist es bei dir?

00:08:35: Aufnehmen würde ich nur auch da wieder das Gleichnis, dass du nicht von einem Kern gesprochen hast, sondern von mehreren Kernen.

00:08:41: Das fand ich auch ganz, ganz wichtig neben all den Inhalten, die du gerade erwähnt hast.

00:08:47: Es ist eher wie so ein Apfelgehäuse.

00:08:49: Da sind so mehrere Kerne drin, die man hat und das ist nicht ein zentraler Kern.

00:08:53: Michael, wie ist es bei dir?

00:08:54: Ja,

00:08:55: also ganz ähnlich wie bei Daniel, trotz dass ich an einer sehr großen Universität hier in Sachsen tätig bin.

00:09:03: Also das geht von, und das finde ich auch die spannende Mischung, ganz konkreten Kontakt mit einzelnen Lehrpersonen in Lehrberatung, in Lehrcoachings.

00:09:13: Man sieht mich auf dem Campus unterwegs sein zu qualitativen Leerevaluationen oder Lehrhospitationen, wo ich ganz individuell mit Lehrpersonen arbeiten, bis zu also überarbeitet mit Gruppen in Workshops, wenn ich Hochschuldidaktische Workshops durchführe oder organisiere und dann natürlich auch für die gesamte Hochschule, also den gesamten Rahmen mitzudenken und sich anzuschauen, wie muss die Hochschule aufgestellt sein, damit gutes Lernen und qualitativ hochwertige Lehre überhaupt möglich ist und da in Gremien, in verschiedenen Strukturen, in Prozessen daran zu arbeiten, dass das möglich ist.

00:09:58: Und ich finde, das ist super abwechslungsreich, weil man in ganz verschiedenen Ebenen da arbeiten kann und dann noch diesen Das Hochschuldidaktik Netzwerk über Sachsen im Hintergrund zu haben als Stützer, als Impulsgeber.

00:10:14: Das ist total hilfreich und macht mir viel Spaß.

00:10:17: Ist das das, was ihr euch vorgestellt habt, als ihr euch damals auf diese Stellen beworben habt?

00:10:21: Oder hatte ihr eigentlich... Also, plaudert mal auf den Nähkästchen.

00:10:25: War es irgendwas, wo ihr sagt, das hatte ich mir eigentlich so vorgestellt, das habe ich bis heute noch gar nicht gemacht?

00:10:29: Oder andersherum, ich mache jetzt hauptsächlich das und das oder ich habe viel jenes gemacht.

00:10:34: Und das hatte ich vorher überhaupt nicht auf dem Schirm, dass das Teil der Aufgabe sein könnte oder auch viel Zeit in Anspruch nimmt oder mir so viel Spaß macht oder wie auch immer.

00:10:41: Gibt es irgendwas, was ihr euch ganz anders vorgestellt habt?

00:10:45: Na ja, das ist jetzt drei Jahre her, ne?

00:10:48: Eigentlich vorgestern.

00:10:51: Und also mir fallen da sofort ein, Dinge wie, also ich war mir nicht klar vorher, dass so innovativen Formate da auch integrierbar sind, wunderbar.

00:11:04: Hast du ein Beispiel?

00:11:05: Legoseries Play als etwas, vielleicht was es schon etwas länger gibt.

00:11:09: Aber auch in die Richtung Podcast-Entwicklung, da sind wir ja gerade hier dabei, also wir machen Micro-Teaching-Podcasts oder Videos.

00:11:18: Bis hin aus meiner eigenen Forschung, du hast ja kurz erwähnt, in Richtung Augmented Reality-Szenarien, also auch das sind so Hochschule, didaktische Bildungstechnologische Hebel.

00:11:30: die dann eine Rolle spielen.

00:11:31: Bis hin, da mache ich gleich die Klammer zu, erfahrungsorientierte Methoden, Planspiele, Simulation, bewegte Lehre etc.

00:11:39: Also diese große Innovationscharakter, den leben wir tatsächlich im HDS und das ist auch ein Kern mit unserer Aufgabe im Verbund.

00:11:49: Also, falls uns irgendein Lehren da hört, der denkt Hochschuldidaktik ist immer noch, die sitzen in einem Stuhlkreis und werfen sich einen Wolknerl zu.

00:11:55: Habt ihr gerade schon gehört, ist es nicht mehr, ne?

00:11:58: Bis da jetzt bescheid, es ist anders, falls es irgendjemand hört.

00:12:03: Michael Ergänzen.

00:12:04: Naja,

00:12:05: und Hochschuldidaktik ist halt auch total breit von Bildungstheorien über

00:12:10: Beratung,

00:12:12: über technische Snow-How.

00:12:15: zu KI in der Lehre, werden wir vielleicht noch kommen, aber auch Audienz-Response-Systeme.

00:12:20: Also es ist so vielfältig und anfangs habe ich gedacht, bin ich überhaupt in der Lage, über jedes einzelne Detail da Bescheid zu wissen und beraten zu können.

00:12:31: Und das Tolle ist, also über einiges kenne ich mich ganz gut aus, aber das Tolle ist, dass ich gemerkt habe, ich muss das auch gar nicht, weil es gibt diesen tollen Hochschuldidaktischen Verbund.

00:12:42: Ich habe hier auch an der TU Dresden im Zentrum für Interdisziplinäres Lernen und Lernen, wo ich angesiedelt bin, ganz tolle und kompetente Kolleginnen, die man fragen kann, an die man Lehrende weiter verweisen kann und wo Man trotzdem die Antwort findet, die man sucht.

00:12:58: Und weil du gefragt hast, ob das das so ist, was ich mir erwartet habe, ja, ich fand das eine tolle Sache, Workshops geben zu können, sehr individuell arbeiten zu können, Beratungen durchführen zu können und trotzdem einen Rahmen zu haben.

00:13:13: Also auch irgendwo in einer Institution verortet zu sein, Kolleginnen und Kollegen zu haben.

00:13:18: Und das bietet mir diese Stelle hier sehr gut.

00:13:22: Okay.

00:13:24: Gebst denn jetzt stand heute irgendwas, wo ihr sagt, davon hätte ich eigentlich gerne noch mehr.

00:13:29: Also wenn die gute Fee, die aktuell allein wegen der mangelnden Finanzen schon nicht vorbeikommt, doch vorbei käme und euch noch weiteres in dieses hochschuldidaktische Netzwerk oder an eure Hochschule spülen würde für Hochschuldidaktik.

00:13:43: Was wäre das?

00:13:47: Das ist eine gute Frage.

00:13:48: Also für mich wäre das... wenn die gute Fee irgendwie dafür sorgen könnte, dass es noch mehr Offenheit, mehr Interesse und vor allem mehr Wertschätzung für Lehrer an den Hochschulen geben könnte oder wenn ich dafür sorgen könnte.

00:14:10: Also dafür arbeite ich, dafür brenne ich.

00:14:13: Das ist natürlich auch manchmal schwierig, weil Lehre nicht das einzige an der Hochschule ist.

00:14:18: Gerade die TU Dresden ist eine sehr vorschungsstarke Universität.

00:14:21: Das zeichnet sie aus und das ist auch wichtig und das sollte so bleiben.

00:14:26: Und gleichzeitig sich dann aber auch zu fragen, wie kann ich exzellent in der Lehre auch sein?

00:14:31: Was müssen dafür für Rahmenbedingungen gegeben sein?

00:14:35: Wie kann ich als Lehrperson meine Lehre auch wirklich voranbringen?

00:14:38: Dort viel Energie und... Ja, kreatives Denken reinzusetzen.

00:14:45: Da dürfte die gute Fehl gerne noch ein bisschen ihren Zauberstab schwingen.

00:14:50: Okay, sagen wir mal den Hochschulleitungen vielleicht.

00:14:52: Vielleicht können die die gute Fehl sein oder der nette Zauberer, der vorbeikommt.

00:14:56: Daniel, wie ist das bei dir?

00:14:59: Welche Fehl dürfte in Zittau oder Görlitz vorbeischauen?

00:15:01: Ja, exzellente

00:15:02: Lehre.

00:15:02: Das ist natürlich wirklich ein Stichwort.

00:15:04: Also du hast das sehr gut auf den Punkt gebracht, mit dem Hammer der Nagel erwischt.

00:15:09: Ich wollte vielleicht die... andere Seite der Bildungstechnologie betrachten.

00:15:15: Mich interessiert es total, welche Tools bestimmten unsere Lernen in Zukunft.

00:15:21: Da wünsche ich mir mehr Ressourcen, also nicht nur finanziell, sondern auch zeitlicher von unserer Zauberfee, um diese Dinge ausprobieren zu können, abschätzen zu können.

00:15:31: Nicht nur beim Thema KI, auch andere Bildungstechnologien sehe ich da hier im Vormarsch, die es uns vielleicht auch erleichtern oder lernen einfach effizienter effektiver machen können, das würde ich mir wünschen in die Richtung, da vielleicht auch mehr Forschung zu sehen, mehr Forschung als Richtung, wie können wir den gute Lehre umsetzen?

00:15:52: Okay, jetzt habe ich mir gerade aus euren Antworten so viele Nachfragen aufgeschrieben.

00:15:56: Jetzt muss man mal gucken, ob wir die alle noch schaffen.

00:15:59: Das eine ist, ich würde mal kurz bei Daniel gleich bleiben, weil du gerade gesagt hast, Bildungstechnologien.

00:16:06: Da war mein erster Gedanke.

00:16:07: Na ja, da kommen wir ja auch nicht drum herum, ob gute Fee oder nicht.

00:16:10: Also die Entwicklung von Bildungstechnologien, da werden wir am Puls der Zeit bleiben müssen.

00:16:15: Dann hast du aber bewusst gesagt, nicht nur KI.

00:16:17: Und da habe ich mich gefragt, verlieren wir andere Bildungstechnologien.

00:16:21: Entwicklung gerade aus dem Blick, weil wir alle so auf KI gucken.

00:16:25: Und welche bildungstechnologischen Entwicklungen meinst du?

00:16:32: Sehr gute Frage.

00:16:33: KI ist natürlich das große Thema unserer Zeit.

00:16:36: Wir haben hier einen Paradigmenwechsel auch in der Lehre, den wir gerade erleben.

00:16:39: Wir sind irgendwie vielleicht schon zu Beginn oder mitten drin.

00:16:42: Deswegen ein Riesenthema, breit diskutiert, vielleicht an mancher Stelle noch breiter diskutabel.

00:16:50: Wir müssen mal sehen, wo die Reise dahin geht.

00:16:52: Mit dem E-Motor am Fahrrad sehe ich das.

00:16:56: Also wenn wir bei dem Gleichnis bleiben, dann können wir hier Dinge beschleunigen, etc.

00:17:03: Aus unserer Forschung heraus sehe ich natürlich da auch Systeme, die Mensch-Maschine-Interakt schon erleichtern, möglich machen.

00:17:12: Und das ist ein Teil, die Daten prüllen.

00:17:14: Ich habe schon von Augmented Reality gesprochen.

00:17:16: Das ist mein großes Promotionsthema, da zu gucken, wie können denn Soldatenbrillen helfen, dass wir vielleicht besser lernen.

00:17:24: Das wäre so ein was.

00:17:26: Aber vielleicht verlieren wir auch andere Dinge so ein bisschen aus dem Auge.

00:17:29: Was können so Smartwatches, was können wir einfach mit dem Smartphone auch

00:17:33: noch machen,

00:17:35: dass wir alle einstecken haben.

00:17:36: Da lassen sich auch noch ganz viele Dinge ableiten.

00:17:40: Ja, und dann vielleicht gucken wir auch Richtung Mikrofonlautsprecher und es gibt verschiedene Systeme, mit denen wir ganz anders interagieren können.

00:17:48: Wir sitzen ja auch hier und sprechen miteinander.

00:17:51: Vielleicht gibt es auch in Zukunft mehr Systeme, dass wir einfach die Mensch-Machine-Interaktion über das Sprechen mehr fördern.

00:17:58: Auch das ist eigentlich schon da als Möglichkeit Sprachsteuerung in den Gereden vorhanden.

00:18:03: Vielleicht gucken wir da auch mal in die Richtung.

00:18:04: Da gibt es ganz viel, ganz breiten Blumenstrauß.

00:18:08: Das sollten wir alles im Auge behalten, wo die Reise hingeht und nicht vergessen, wir sind da trotzdem menschenzentriert.

00:18:15: Nicht die Technologie soll hier entscheiden, wie wir uns vielleicht auch fortbilden, wie wir in Bildung gehen, in Lehre gehen, sondern diese Entscheidung bleibt immer noch beim Menschen.

00:18:25: Die Bildungstechnologie ist dann hier tatsächlich das Tool, das Werkzeug, vielleicht auch der Koffer oder der Methodenkoffer, den wir mit haben,

00:18:32: aber

00:18:33: mehr erst mal nicht.

00:18:36: Okay.

00:18:37: Michael, direkt Ergänzung, sonst hab ich auch tatsächlich noch Fragen, die so in deine Richtung gehen.

00:18:42: Nee, also ich finde es total spannend und das interessiert mich auch, was da alles an neuen Technologien unterwegs ist.

00:18:50: Virtual Reality, so Brüllen aufzuhaben und sowas, finde ich alles total super.

00:18:55: Mein Ziel ist aber auch immer dadurch, dass das Lehrpersonal ja häufig fluktuiert.

00:19:00: Es kommen neue Leute ins System rein, die ja auch erst mal mitgenommen werden müssen.

00:19:05: Und für uns ist das vielleicht alles neu und spannend.

00:19:08: Aber ich glaube, wir dürfen auch nicht vergessen, die Basis, das, was es schon gibt, an Bildungstechnologien auch weiter zu vermitteln, an die Leute heranzubringen und für die Nutzung zu werben.

00:19:21: zum Beispiel OPAL.

00:19:22: Man kann in OPAL schon total viele tolle Sachen machen, ohne dass man jetzt irgendwie KI benutzt oder VR.

00:19:30: Und das auch wach zu halten und die Lehrenden und auch die Studierenden darauf hinzuweisen, das ist mir mal ein großes Anliegen.

00:19:36: Ja, du hast auch gesagt vor einigen Minuten, du bist, wenn du deinen Alltag so beschreibst, auch viel auf dem Campus unterwegs.

00:19:44: Ist es so, dass in der Zwischenzeit ... was ich mir tatsächlich herausfordernd vorstelle bei so einem großen Campus oder ja sogar mehreren Standorten der TU Dresden, dass dich Leute auch ansprechen und dass du wahrgenommen wirst als Teil der Community, weil wir zu Beginn ja auch immer diskutiert haben, dass das vielleicht für die Zuhörerinnen und Zuhörer als Hintergrundinfo wichtig, dass das natürlich so ein besonderes Konstrukt ist.

00:20:06: Ihr seid Teilweise nicht in den Personalverzeichnissen der Hochschulen, weil ihr an der HDS angestellt seid und nicht an der Hochschule, weil das so diese Entscheidung war.

00:20:16: Und das hat uns ja am Anfang viele Struggles erst mal gegeben.

00:20:19: Ich glaube, wir sind über viele der Anfangsförden hinaus.

00:20:22: Aber wird die HD wahrgenommen?

00:20:25: Du hast jetzt gesagt, bei euch ist es auch ganz stark, dass Zill, in dem ihr ja an der TU Dresden eingebunden seid, das ist ja auch... Ein super Weg.

00:20:32: Das ist vielleicht auch nochmal.

00:20:32: dann die Rückfrage gleich im Anschluss dann an Daniel.

00:20:35: Daniel ist so mehr oder weniger Einzelkämpfer.

00:20:37: Du bist in einem Zill eingebunden

00:20:40: und

00:20:40: trotzdem gibt es einmal die große TU Dresden und bei Daniel die zwei Standorte.

00:20:45: Neben Lehrende euch war.

00:20:47: Also ist es so, dass ihr auf die Lehrenden zugehen müsst oder gehen auch Lehrende auf euch zu und sehen euch und nehmen euch wahr, ob ihr auf dem Campus unterwegs seid oder irgendwo anders sichtbar seid.

00:20:56: Also ich habe schon den Eindruck, dass Hochschuldidaktik, die Hochschuldidaktik Sachsen, aber auch das Zill an der TU Dresden wahrgenommen wird.

00:21:05: Das ist vielen bekannt, das Zill vor allem, weil es in der Pandemiezeit durch die Unterstützung von digitaler Lehre ganz sehr bekannt geworden ist und sich profitiert hat, aber auch die Hochschuldidaktik Sachsen mit ihren vielfältigen Angeboten einfach bekannt ist.

00:21:21: Eins von den beiden Institutionen sagt, dann klingelt es schon bei vielen und wir haben ja auch oder sind dabei so eine kleine Studie zu machen an der TU Dresden, wo wir mal Lehrpersonen interviewt haben und gefragt haben.

00:21:36: Kennt ihr denn unsere Angebote?

00:21:37: Ist das bekannt?

00:21:39: Und da war sowas wie Hochschuldidaktische Weiterbildung, das HDS-Zertifikat war.

00:21:44: unter den Befragten, sehr gut bekannt.

00:21:47: Die einzelnen Beratungsangebote, gerade so Lehrberatung oder Hospitation, da haben wir noch Luft nach oben, können die noch bekannter machen.

00:21:54: Teilweise gab es da auch manchmal Verwechslungen, da müssen wir vielleicht auch in der Sprache im wording noch deutlicher werden, aber ansonsten... habe ich schon den Eindruck, dass wir gesehen werden und bekannt sind.

00:22:06: Es ist aber jetzt nicht so, dass ich über den Campus laufe und da mir Wildleute entgegenwinken.

00:22:11: Ach Herr Sommer, Sie sind doch der von der Hochschule, die Daktik, weil bei über sieben tausend Lehrenden ist das einfach.

00:22:18: Also es ist unmöglich zu jeder einzelnen Lehrperson, einen individuellen persönlichen Kontakt aufzubauen.

00:22:24: Das schaffen wir nicht.

00:22:26: Also keiner, wer sich an die alte Werbung noch erinnert.

00:22:28: Hallo Herr Kaiser, Moment für Michael

00:22:30: Sommer.

00:22:30: Das ist es nicht.

00:22:32: Daniel, wie ist es bei dir?

00:22:35: Ja, schwierig.

00:22:36: Ich habe auch gerade überlegt, wie das ist.

00:22:37: Klar, also ich denke schon, dass ich als Referendurschuldaktik da bekannt bin.

00:22:42: Ich werde das mal testen in Zukunft, wie das ist tatsächlich.

00:22:46: Dadurch, dass ich durch die Lehre auch an zwei Standorten sowieso unterwegs bin, also nicht nur als Referent, sondern auch in der Lehre bin.

00:22:55: Da gibt es schon tiefere Kontakte.

00:22:57: Wir machen den Tag der Lehre einmal im Jahr, wo alle Lehrenden sich an einem Standort treffen, wenn man wechselt.

00:23:04: Auch da kommen wir gut zusammen.

00:23:07: Das sind auch weniger Lehrende, wie an der T-Touristen, glaube ich.

00:23:13: Und da gibt es, glaube ich, auch schon, ja, dann besonders.

00:23:17: Besonders ist bei uns natürlich die zwei Standorte zu der Gürlitz.

00:23:20: Wenn ich mit Fahrrad und Zug unterwegs bin, brauche ich ungefähr sechzig Minuten.

00:23:24: Michael, das brauchst du wahrscheinlich auch vom nördlichsten zum südlichsten Punkt der TU Dresden, keine Ahnung.

00:23:29: Sechzig Minuten, ja, du nix, okay.

00:23:31: Das macht es hier vielleicht noch besonders.

00:23:33: Und da habe ich noch gar nicht über die drei Länderregionen gesprochen, in der wir uns befinden.

00:23:36: Macht es denn auch einen Unterschied?

00:23:39: Michael hat gerade nochmal gesagt, er ist in dieses Zill eingebunden.

00:23:42: Es ist ja auch so, dass es zwei HD Referenten im Verbund der HDS an der TU Dresden gibt, noch eine wissenschaftliche Mitarbeiterin dazu.

00:23:50: Du bist ja... alleine, wenn man so möchte, als HD-Referent an der Hochschule Zittau-Gerlitz.

00:23:56: Da gibt es mit Sicherheit auch andere Kolleginnen und Kollegen, die auch wo es Querschnitte und Überschneidungen zur Hochschule die Takte gibt.

00:24:02: Aber ich höre bei dir jetzt gar nicht raus, dass du da irgendeinen Unterschied so wahrnimmst.

00:24:08: Alleine sind wir als HD-Referenten glaube ich sowieso nie, weil wir einen starken Verbund haben, starkes Team sind.

00:24:16: Es waren schon zweimal in den letzten zwei Jahren zwei HD Referentinnen hier auch vor Ort, die unterstützt konnten zu speziellen Themen wie KI oder eben Thema Microspace.

00:24:29: Wie bekomme ich ein Microspace in die Lehre?

00:24:31: Also da sehe ich da erstmal schon, dass ich nicht alleine bin durch den Verbund.

00:24:36: Und auch vor Ort, bis vor kurzem, hatten wir das Projekt DZWC II, digitale Hochschulwürde, bzw.

00:24:42: laufen die Projekte jetzt noch ein paar Wochen.

00:24:44: Dadurch gibt es auch Kolleginnen, die dann eng mit mir in Kontakt sind, wo wir zusammen planen können.

00:24:50: Wie das nächstes Jahr aussieht, bin ich schon ganz gespannt, wie sich das entwickelt.

00:24:55: Aber wie gesagt, das Fundament ist da.

00:24:57: Das sind die HD-Referentinnen und da helfen wir auch uns unvernahender und tauschen uns gut aus.

00:25:02: Ich selbst war auch schon mit Weitern.

00:25:03: Ich habe einen Lego Series Playkost gegeben, zusammen mit Susan Lipmann.

00:25:11: auch ganz toll dann zu sehen und sich auszutauschen über die kleinen und kleineren Hochschulen hinaus.

00:25:18: Okay, jetzt habt ihr ja zum Beispiel auch einen Freirauprojekt erfolgreich eingeworben.

00:25:22: Und wenn ich richtig informiert bin, ist es eine Lehrende, die auch im HDS-Kuratorium ist.

00:25:26: Also vielleicht können wir da auch wieder noch Netzwerke an der Hochschule Zittau-Girls aufbauen.

00:25:31: Ich würde aber zum... fast schon Abschluss gerne noch mal zu euren Anfangsstatements zurückkommen und habe mich tatsächlich gefragt.

00:25:38: Daniel sagte jetzt gerade in seiner letzten Wortmeldung, es wäre ein starker Verbund und ihr hattet in euren Antworten zum Thema, was macht gute Hochschullehrer aus, waren so Schlagworte, Kommunikation, Beziehungsaufbau, Stabilität.

00:25:51: Wir hatten Wer sich schon nicht mehr erinnert, das Gleichnis mit dem Fahrrad ganz am Anfang, Selbstwirksamkeit, Balance.

00:25:58: Sind das Buzzwords, die auch diesen hochschuldidaktischen Verbund ausmachen?

00:26:03: Und das ist jetzt kein Fishing for Compliments, sondern eine sehr ernst gemeinte Frage.

00:26:07: Also was sind so die Stärken, diese Hochschuldidaktik im Verbund und im Netzwerk zu machen?

00:26:12: Daniel hat gerade schon einiges gesagt.

00:26:14: Michael, hast du noch Ergänzungen?

00:26:17: Also ich sehe da ganz viele Stärken und ganz viele Potenziale, weil das ist ja wirklich ein gutes System.

00:26:25: Ich bin ja auch ausgebildeter, systemischer Supervisor und Coach.

00:26:29: Das heißt, ich gucke mir auch immer an, nicht nur was ist an einem Punkt, sondern in welches System ist jemand eingebettet und dieses System ist häufig ja auch eine gute Ressource für eine Lösung.

00:26:42: Und so nehme ich diesen Hochschulddidaktikverbund in Sachsen auch wahr.

00:26:47: Also wenn ich zum Beispiel bestimmte spezielle Anfragen von Lehrenden der TU Dresden Kriege, dann ist es manchmal total hilfreich, dass ich bei anderen Kolleginnen im Verbund nachfragen kann, mir Rat und Tipps holen kann, dass wir, wenn wir zusammen Workshops entwickeln und gestalten, die viel gehaltvoller werden, viel angereicherter sind, also dieser Austausch, den erlebe ich als total... fruchtbar und vielfältig, sodass man nicht nur in den Scheuklappen seiner eigenen Hochschule bleibt.

00:27:24: Ergänzung Daniel, Wiederrede, Gegenrede.

00:27:28: Keine Wiederrede.

00:27:30: Das können wir so unterstreichen.

00:27:31: Das können wir so stehen lassen.

00:27:33: Du hast gerade das Fahrrad erwähnt.

00:27:35: Wenn wir alleine mit dem Rad unterwegs sind, dann sind wir langsam.

00:27:38: Fahren wir unter Gruppe, können wir uns abwechseln, unterschiedlichen Windfahren, Windschatten nutzen.

00:27:42: Vielleicht ist das hier ein passendes Gleichnis, dass wir einfach auch dadurch innovativ sind.

00:27:46: Agier sind schnell vorankommen.

00:27:48: Okay.

00:27:49: Also doch demnächst mal wieder eine Tour des Sachsen, da wir in dem HD verbunden tatsächlich einige große Fahrradfahr-Fans haben, soweit ich weiß.

00:27:59: Wir sind jetzt schon fast am Ende.

00:28:01: Bevor ich zu meiner Abschlussfrage komme, würde ich tatsächlich nochmal fragen und mich beschäftigt.

00:28:08: Jetzt, wir haben uns ein bisschen mit der Gegenwart beschäftigt, haben auch mal kurz in die letzten drei Jahre reingeguckt.

00:28:13: Jetzt für die Zukunft.

00:28:15: Ich drehe es mal um.

00:28:16: Was hättet ihr gerne in der Zukunft nicht mehr?

00:28:19: in den nächsten drei Jahren.

00:28:22: Du meinst jetzt für den Verbund HDS oder...

00:28:25: eher so für die Hochschullehrer.

00:28:27: Also wo würdet ihr gerne darauf verzichten?

00:28:31: Also es gibt ganz vieles, was ich den Lehrenden wünsche.

00:28:36: Da komme ich wieder auf diese Interviewstudie zurück, die wir machen, weil dort haben uns Lehrende von ganz ganz vielen Problemen erzählt, die sie in der Lehre haben.

00:28:49: Das hat zum einen mit Rahmenbedingungen zu tun.

00:28:53: Ganz klassisch zu wenig Zeit, zu wenig Geld.

00:28:55: Das ist jetzt nicht weiter verwunderlich.

00:28:58: Aber da sind auch viele Sachen dabei, wo ich... doch überrascht war, also dass zum Beispiel Lehrperson uns wirklich von Diskriminierungserfahrungen erzählt haben, dass sie wirklich massive Konflikte auch erleben, dass es das Unstimmigkeiten gibt, dass sie zu wenig Einblick in die Lernprozesse der Studierenden haben und Daran arbeiten wir ja auch, aber ich würde vor allem den Lehrenden und auch den Studierenden wünschen, dass diese Barrieren für gute Lernprozesse weiter abgebaut werden können und dass die Hochschule wirklich ein offener, attraktiver Bildungsort ist, wo jeder gern hingeht und mit Spaß lernen kann.

00:29:42: Daniel, wovon hättest du gern weniger?

00:29:45: Was soll ich da noch sagen?

00:29:48: Ich bin dabei.

00:29:50: Wir müssen Barrieren abbauen.

00:29:53: Jetzt ist das sozusagen von Daniel die kurze knappe Antwort und Ergänzung.

00:29:59: bei euch beiden.

00:30:01: Und jetzt komme ich zu einer Sache mit unserer Abschlussfrage.

00:30:04: Ich werde Sie dieses Jahr, hatte ich ja anfangs erwähnt, noch heute einmal stellen dürfen und dann in ein, zwei Wochen nochmal.

00:30:09: Dann für nächstes Jahr überlegen wir uns wieder eine andere.

00:30:12: Die aktuelle Abschlussfrage ist alle reden über KI und AI.

00:30:15: Und wie geht ihr in der Lehre oder Hochschuldidaktik damit um?

00:30:18: Was beschäftigt euch da gerade am meisten?

00:30:20: Und ich würde tatsächlich den Wogen auch schließen.

00:30:22: zu dem, was ihr gerade gesagt habt, baut denn KI und AI neue Barrieren auf oder baut das Barrieren ab?

00:30:28: oder von beidem ein bisschen.

00:30:29: Michael

00:30:30: bewegt

00:30:30: gerade seinen Kopf hin und her.

00:30:32: Ich glaube, es kann beides dabei sein und ich höre auch von der Person unterschiedlich ist.

00:30:36: Es gibt Lehrpersonen, die super dabei sind, die sich auch schon viel länger mit künstlicher Intelligenz oder Large Language Models beschäftigen, die da schon super Wege gefunden haben, das in die Lehre einzubauen.

00:30:50: Und gleichzeitig gibt es auf der anderen Seite Personen, die da viel Sorge, viel Angst haben.

00:30:55: Wie bewährt ich das jetzt?

00:30:56: Ist das überhaupt noch eine eigenständige Leistungen, wenn alle ihre Seminar- und Hausarbeiten mit KI erarbeiten.

00:31:03: Also ich glaube, da ist alles dabei und für mich ist so, also ich glaube KI kann ein guter Katalysator für hochschulisches Lernen und Lernen sein, wenn es in maßen und verantwortungsvoll eingesetzt.

00:31:18: wird.

00:31:19: Also es braucht trotzdem noch Menschen und es braucht menschliches Denken und es braucht vor allem digitale Kompetenzen, sowohl bei Lehrenden als auch bei Lernenden.

00:31:28: Wenn man die aber hat und wirklich klug KI einsetzt als Lernbegleiter, als ein Coach, der mich als Student vielleicht Sachen abfragt, mir noch Anregungen gibt, dann finde ich, kann das ja wirklich das Lernen voranbringen.

00:31:44: Daniel, was sagt der Doktor an zu Bildungstechnologien?

00:31:48: zu dem Thema.

00:31:49: Ja,

00:31:50: ich habe vorhin schon erwähnt kurz, dass ich sehe das schon als E-Motor am Fahrrad.

00:31:54: Also wir haben hier eine Unterstützung, eine Beschleunigung auch.

00:31:57: Das merken wir gerade alle.

00:31:59: Vielleicht auch eine Entlastung, müssen wir mal gucken, inwieweit Beschleunigung und Entlastung was davon überwiegt.

00:32:05: Aber wir müssen trotzdem noch balancieren können, entscheiden selber, verantwortung übernehmen.

00:32:09: Also es bleibt alles menschlich, das was dahinter ist und ich selbst nutze es täglich.

00:32:14: zum Strukturieren, zum Erstellen von Beispielen, für die didaktische Reduktion, vielleicht auch zur Vorbereitung von Workshops.

00:32:21: Es ist da wenig wegzudenken,

00:32:24: aber

00:32:25: wir sollten da immer eine klare Haltung bewahren und Verantwortung übernehmen.

00:32:27: Also die KI schlägt uns Dinge vor.

00:32:29: Wir sollten aber auch selber entscheiden, ob denn das der richtige Weg ist.

00:32:33: Und das beschäftigt mich gerade, beschäftigt uns wahrscheinlich alle, wie wir Studierende und wie wir auch Lehrende insbesondere.

00:32:40: Daran unterstützen, damit souveräne umzugehen.

00:32:43: Michael hat gerade von digitalen Kompetenzen gesprochen.

00:32:47: Wir dürfen uns da nicht zu sehr abhängig machen.

00:32:49: Wir müssen souveräne damit umgehen.

00:32:51: Das ist gerade eine große Bewegung.

00:32:55: Es gibt ein Verschieben von dem Fokus von Reproduzieren hin.

00:32:59: Also das vielleicht immer weniger wird, dass wir Dinge reproduzieren können, hin zu Problemlösen, hin zu Reflexion, mehr Transfer, vielleicht auch Wagen.

00:33:08: Da ist KI hilfreich, aber die gute Hochschullehrer bleibt natürlich auch der zutiefst menschliche Prozess und den sollten wir nicht vergessen bei der Sache.

00:33:17: Hilft ja aber vielleicht dann die KI auch um das, was wir drei, glaube ich, und das hat man heute in diesem Gespräch gemerkt.

00:33:24: gute Hochschullehrer, gute Hochschultydaktik sehen, das noch weiter voran zu schreiben.

00:33:28: Eine eher reflektionsorientierte, eine, in der man in Kommunikation ist, Beziehungsaufbau leistet, in dem man eben nicht nur reproduziert, sondern gemeinsam vielleicht Neues erarbeitet.

00:33:38: Vielleicht ist das auch genau der kleine Schubs, den wir manchmal noch brauchen.

00:33:42: Ich danke euch beiden herzlich.

00:33:43: Wir sind nämlich schon über die Zeit raus, die wir uns eigentlich mal vorgenommen haben.

00:33:47: Es war eine sehr nette, sehr spannende Freitagmorgen-Plauderei mit euch beiden.

00:33:52: Und ich hoffe, der einen und die andere Zuhörer haben.

00:33:56: Freude daran, das zu hören, was wir hier gerade heute besprechen.

00:33:59: Und verstehen vielleicht noch ein bisschen für wen und für was Sie die Hochschuldidaktik sagst.

00:34:05: und die HD Referenten an den Hochschulen anfragen können, wie sie mit ihnen ins Gespräch kommen können und wie breit die Palette ist von euren Angeboten.

00:34:14: Ich würde zwei Sachen nochmal rausgreifen.

00:34:16: Die Interviewstudie, Michael, wenn ihr erste Ergebnisse habt, du hast jetzt an ein, zwei Punkten erwähnt oder etwas verschriftlicht habt.

00:34:21: Ich weiß, ihr sitzt da dran.

00:34:23: Würden wir dann auch in dieser Podcastfolge nochmal mit in die Show Notes packen, sodass der ein oder andere das auch findet und da weiterlesen kann.

00:34:30: Und weil wir mit KI geschlossen haben, auch in diesem Wintersemester gibt es wieder die Reihe KI et Campus, die der Kollege Tobias Weber an der TU Dresden mit organisiert, Anja Schulz hier im Haus und viele unserer anderen Kolleginnen und Kollegen, die ich jetzt gar nicht namentlich erwähnen kann.

00:34:47: Es ist ein kurzes Format, um sich an diesem KI-Thema auch immer weiter informiert zu halten.

00:34:52: Vielen Dank fürs Zuhören.

00:34:54: Bis bald, bis zur nächsten Folge.

00:34:56: Alles Gute.

00:34:57: Danke,

00:34:57: tschüss.

Über diesen Podcast

Im Trafohaus//Lehre sprechen wir mit Lehrenden, Studierenden und Forschenden über ihre Lehrkonzepte, Erfahrungen, Forschungsergebnisse, Tipps und Tricks zum Lehren und Lernen an Hochschulen. In den Zeiten zwischen den Semestern ("vorlesungsfreie Zeit") sprechen wir vor allem mit Kolleg:innen des Third Space (Hochschuldidaktik, Lehrentwicklung, Hochschulmediendidaktik, ...).

Der Podcast läuft seit dem 9. April 2020. Im Durchschnitt veröffentlichen wir eine Folge pro Monat. Keine Folge ist länger als 30 Minuten.

Der Podcast wird von der Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) produziert. Die HDS unterstützt mit ihren Angeboten Lehrende in Sachsen bei der Professionalisierung ihrer Lehrtätigkeit und dient der Gestaltung und der Verbesserung der Lehr- und Lernkultur an den Hochschulen Sachsens.

Wir freuen uns über Anregungen und Themenvorschläge per Mail an geschaeftsstelle@hd-sachsen.de!

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

von und mit Dr.in Claudia Bade

Abonnieren

Follow us